Die Geschichte der Musikproduktion

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Die Geschichte der Musikproduktion und der Weg zur modernen Art des Aufnehmens war von vielen technischen Neuerungen geprägt. Sei es die Entwicklung neuer Speichermedien oder das Aufkommen von Mehrspurrecordern und Computern – das Handwerk entwickelte sich stetig weiter und die Art des Aufnehmens veränderte sich rasant. Diese Entwicklung führte, zur Freude der Tontechniker und Musikenthusiasten, zu einer immer besseren Audioqualität, aber auch zu einem zunehmend komplexeren Produktionsprozess.

Mit der Verbreitung von erschwinglichem Homerecording Equipment hat sich dieser Trend wieder mehr in Richtung einer einfachen Herangehensweise gewendet. Dank modernern und leistbarer Technik geht diese Trendwende auch kaum mehr zu lasten der Tonqualität. Um dir ein Bild machen zu können, wo deine Lieblingsplugins eigentlich ihren Ursprung haben, möchte ich die Geschichte in kurzen, übersichtlichen Absätzen zusammenfassen und auch für die nächste Generation von Tontechnikern konservieren. Ich werde bei den einzelnen Geschichtsereignissen auch nicht näher ins Detail gehen, versuche aber auf relevante Artikel zu verlinken (hauptsächlich Wikipedia). Aber fangen wir mal von vorne an…

1. Die Anfänge (18. Jhd. bis mitte 20 Jhd.)


1.1 Die Drehorgel

Die Geschichte der Musikproduktion beginne ich hier mit dem Aufkommen der Drehorgel Anfang des 18. Jahrhunderts. Eigentlich ist die Drehorgel ja ein Musikinstrument, hat aber, im Gegensatz zu anderen Instrumenten, eine vorgegebene Tonfolge, die Anfangs auf einer Stiftwalze, später auf einem Lochband “gespeichert” war. Für mich haben diese Technologien in der Entstehung der Musikspeichermedien einen gewissen Stellenwert und damit eine Erwähnung verdient.

1.2 Der Phonograph

Der erste wirklich große Meilenstein war die Erfindung des Phonographen von Thomas Alva Edison Ende des 19. Jahrunderts (1877). Dabei wurde das Audiomaterial mit einer Nadel über einen Schalltrichter auf beschichtete Zilynder aufgetragen. Diese Zylinder waren mit Zinnfolie, Wachs oder Metall ummantelt und der gespeicherte Inhalt konnte mit einer weiteren Nadel und einem daran angebrachtem Schalltrichter wiedergegeben werden.

1.3 Das Grammophon und die drehbarer Schallplatte

Die schon 1884 entwickelte Schallplatte aus Metall war Anfangs noch kompliziert herzustellen und verschwand deshalb für einige Jahre wieder von der Bildfläche. 1887 startet dann, mit der Entwicklung des Grammophons von Emil Berliner, der Siegeszug der Schallplatte, der bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts andauerte und zur Zeit ein kleines Revival erlebt. Dabei wurde eine Nadel anstatt über einen Zylinder über eine Wachsplatte geführt und die dadurch entstandene Rille in eine Zinkplatte geätzt. Später wurde die Zinkplatte durch die Schellackplatte ersetzt, die sich bis zur Einführung der Vinyl-Schallplatte als Standard halten konnte. Die Vinyl-Platte kam zwar schon 1930 auf den Markt, konnte sich aber erst langsam ab Ende der 30er Jahre etabliern.

1.4 Das Tonband

Als alternatives Trägermedium für Tonaufnahmen wurde bereits 1899 das Tonband entwickelt. Das Aufgenommene wurde Anfangs noch auf Stahldraht, ab mitte der 1930er Jahre dann aber auf einem Kunststofftonband gespeichert. Tonbänder kommen heutzutage noch teilweise in Tonstudios oder bei Aufführungen der Elektronischen Musik zum Einsatz.

1.5 Das Mikrofon und der Lautsprecher

Mit der Entwicklung und Verbreitung des Telefons wurde von den Bell Telephone Laboratories auch eine Aufnahmetechnik entwickelt, die Anfang des 20. Jahrhunderts das bis dahin verwendete akustisch-mechainsche Verfahren (Tontrichter – Nadel – Trägermaterial) ablösete: Das Mikrofon. Angefangen mit dem Kohlemikrofon wurden immer bessere Prinzipien der Schallwandlung entwickelt. Diese Entwicklung mündete in den heute gebräuchlichen Dynamischen-, Kondensator-, Elektret-, Bändchen-, Piezo– und Kohlemikrofonen.

Ab etwa der gleichen Zeit wurde auch der bis dahin zur Wiedergabe verwendete Schalltrichter allmählich durch den elektrodynamischen Lautsprecher ersetzt. Neben dem erfolgreichen elektrodynamischen Lautsprecher haben sich noch diverse andere Lautsprecher-Bauformen etabliert.

Durch diese beiden Entwicklungen wurde die Tonqualität bei der Aufnahme und der Wiedergabe enorm verbessert. Diese Quailtäten kamen aber erst mit dem Erfolg der Vinyl-Platte, die geringere Störgeräusche, bessere Haltbarkeit und eine längere Laufzeit aufwies richtig zum tragen.

Drehorgel
Drehorgel

Phonograph
Phonograph

Grammophon
Grammophon

Tonbandgerät
Moderneres Tonbandgerät (1977)

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2. Jetzt wird es interessant (1950er, 60er und 70er)


2.1 Stereophonie

Schon 1932 von Alan Dower Blumlein entwickelt, schaffte dieses Verfahren der “quasi räumlichen” Schallaufnahme und Wiedergabe erst 1958 den Sprung in den Handel. Plattenspieler, die Stereophonie nutzten, waren auch abwärts kompatibel und konnten Monoaufnahmen wiedergeben. Mit diesem Vorteil ausgestattet, setzte sich dieses System schnell gegen die Konkurrenz durch. Bis heute ist Stereo das am häufigsten verwendete Format für die Wiedergabe von Musik.

2.2 Mehrspurrecorder

Ein weiterer Quantensprung in der Musikproduktion war die Entwicklung des Mehrspurrecorders Anfang der 50er Jahre. Konnte man vorher die gesamte Musik nur auf einmal auf eine Spur aufnehmen, war es nun möglich auf zwei Spuren in Echtzeit aufzunehmen, die dann auf Mono heruntergemischt wurden. Anfang der 60er Jahre gab es dann Geräte, die es ermöglichten auf beiden Spuren unterschiedliche Inhalte nacheinander aufzunehmen z.B  auf Spur eins die Musik und auf Spur zwei den Gesang. Mitte der 60er wurden dann 4-Spur Maschinen entwickelt, ohne die z.b Alben wie “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band” von den Beatles nicht in der Form zu realisieren gewesen wären. 1967 enstanden 8-Spur- und Anfang der 70er 16-Spur-Recorder, die auch komplexere Arrangements in einem Durchgang aufnehmen konnten. Die Spurenanzahl wurde schnell weiter erhöht und Bandmaschinen konnten auch synchronisiert werden um z.B 48 Spuren mit zwei 24 Spur Bandmaschinen aufzunehmen.

2.3 Kompaktkassette

Seit 1960 arbeitete Philips unter dem Projektnamen „pocket recorder“ an einem handlichen Bandmedium, für das ein Holzklotz, der in eine Jackentasche passte, die Maße für das spätere Aufnahme- und Abspielgerät vorgab. Am 28. August 1963 stellte Philips dann das Resultat, die Kompaktkassette, und den zugehörigen, mit Transistoren bestückten Kassettenrekorder vor. Die Grundig AG brachte 1965 das alternative System DC-International heraus, das sich aber am Markt nicht durchsetzen konnte. Die Kompaktkassette ebnete auch den Weg für den Erfolg von Sony’s Walkman.

2.4 Mischpulte, Equalizer und Kompressoren

Mit der Komplexität, die mit steigender Spurenanzahl in den Produktionsprozess einzog, entstanden einige Herausforderungen, die in der Entwicklung von großformatigen Mischpulten endeten. Durch die steigende Anzahl von Mikrofonen bei der Aufnahme wurden immer mehr Kanäle mit Mikrofonvorverstärkern benötigt und, als Konsequenz, die Mischpulte immer größer. Durch die steigende Aufnahmequalität kamen auch Frequenzüberlappungen und Dynamikunterschiede zwischen den Instrumenten immer mehr zum Tragen, die die Entwicklung immer feinerer Equalizern und Kompressoren vorantrieb.

Wurden Anfangs für diese Zwecke noch Technologien aus dem Rundfunkbereich benutzt, enstanden in den 60er Jahren mehrere Unternehmen, die sich auf die Produktion von Mischpulten spezialisierten. Einige der prägendsten Namen in diesem Bereich sind z.B. NEVE, SSL und API, die bis heute ein hohes Ansehen im professionellen Audio-Bereich genießen.

Viele dieser Technologien die in den 60ern und 70ern entwicklet wurden sind auch heute noch (teilweise unverändert) in alten aber auch modernen Geräten im Einsatz. Sie sind für ihren Klang und der Musikalität, die sie einem Signal verleihen können bekannt und haben so den Sound von mehreren Dekaden geprägt

Stereo-Kunstkopf
Stereo-Kunstkopf

Mehrspur-Bandmaschine
Mehrspur-Bandmaschine

Kompakt-Kassette
Kompaktkassette

Analog-Mischpult
Analog-Mischpult

Vintage Kompressor
Vintage Kompressor

3. Das Digitalzeitalter (1980er und 90er)


3.1 Compact Disc (CD)

Auf der Funkausstellung 1981 in Berlin wurde die von Sony und Philipps gemeinsam entwickelte “Compact Disc (CD)” erstmals öffentlich vorgestellt. Im Jahr darauf begann in den Produktionsstätten der damaligen Polygram die weltweit erste industrielle Produktion und 1983 waren schon rund 700 Titel am Markt verfügbar. Im Jahr 1988 wurden weltweit bereits 100 Millionen Audio-CDs produziert und ab diesem Jahr gab es auch Systeme, mit denen CDs gebrannt werden konnten, und nicht mehr, wie bis dahin üblich, gespritzt werden mussten.

3.2 Digital Audio Tape

Das ca. 1987 eingeführte “Digital Audio Tape (DAT)“, ein magnetisches Speichermedium,  war als Nachfolger der Kompaktkassette konzipiert. Eine Zeitlang wurde eine kleine Auswahl an bespielten DAT-Kassetten im Einzelhandel angeboten, durchsetzen konnte sich das Format aber nur im professionellen Bereich. Es  wurde z.B. von Rundfunkanstalten und der Schallplattenindustrie für den Programmaustausch und zur Archivierung genutzt, da man verlustfrei relativ große Datenmengen speichern konnte.

3.3 MiniDisc

Konkurrenz erhielt DAT 1991 von der hauseigenen Sony MiniDisc (MD), einem magneto-optisches Speichermedium. Bis zum Aufkommen des MP3-Formates war die Mini Disc, vor allem in Japan, eine qualitativ gleichwertige Alternative zur CD. 2011 hat Sony die Herstellung für MD-Abspielgeräte endgültig eingestellt.

3.4 Digitalmischpulte

In den 80ern wurde das Konzept der Analogmischpulte langsam in die Digitale Domäne übertragen und gipfelte in digitalen Mischpult-Flaggschiffen wie der Sony Oxford OXF-R3 Digitalkonsole, die auch heute noch in Studios rund um die Welt zu finden ist. Ein weiteres innovatives Unternehmen bei Digitalen Mixern war Yamaha, das bis heute Konsolen für den Live und Studio Betrieb herstellt. Der riesige Vorteil von Digitalmixern ist, dass viele Kanäle auf kleinem Raum untergebracht werden können, da nicht mehr jeder Kanal seine eigenen Bedienelemente benötigt. Dadurch können auch die Herstellungskosten niedrig gehalten werden, was sich positiv im Verkaufspreis niederschlägt. Vor allem im Livesound-Bereich werden heutzutage fast nur mehr Digitalmischpulte verwendent.

3.5 Digitale Audio Übertragung

Mit dem Aufkommen von Digitalmixern, wurde auch der Ruf nach der digitalen Übertragung und Speicherung von Audiodaten immer größer. Dabei setzten sich im professionellen Tonstudiobereich Übertragungsformate wie AES/EBU, ADAT und MADI durch und im Bereich der Unterhaltungselektronik das Sony/Philips Digital Interface (S/PDIF). Zur Speicherung von digitalen Audiodaten, z.B auf CD, wurde das schon 1937 entwickelte Pulse Code Modulation (PCM) Verfahren verwendet. Es kommt heutzutage in allen modernen DAWs in den WAV-Dateien zum Einsatz.

3.6 MIDI

Das “Musical Instruments Digital Interface“, kurz MIDI, wurde Anfang der 80er als  Schnittstelle für den Austausch musikalischer Steuerinformationen zwischen elektronischen Instrumenten wie Keyboards und Synthesizern eingeführt. MIDI konnte sich, trotz kleiner Schwächen, wie der aus heutiger Sicht langsamen Übertragungsgeschwindigkeit, als Standard etablieren und bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt halten. Es wird in modernen Produktionsumgebungen vor allem zur Ansteuerung von VST Instrumenten und zur Synchronisation von Hardwaresynthesizern mit der DAW verwendet.

Compact Disc
Compact Disc

DAT Kassette
DAT Kassette

MiniDisc
MiniDisc

Modernes Digitalmischpult
Modernes Digitalmischpult

ADAT Verbindung
ADAT Verbindung

MIDI Anschlüsse
MIDI Anschlüsse

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4. Computer und die ersten DAWs


4.1 Digital Editing System

Erste Versuche eine “Digital Audio Workstation (DAW)” zu realisieren hatten mit hohen Speicherpreisen und sehr limitierter Rechenleistung zu kämpfen. Trotz dieser Hindernisse brachte Soundstream 1977 das Digital Editing System auf den Markt, das digitales Editieren von Audiodaten ermöglichte und mehr oder weniger als erste DAW bezeichnet werden kann.

4.2 Erste Editing Programme

Ende der 80er hatten manche Heimcomputer genug Rechenpower um digitale Audiobearbeitung zu ermöglichen. Mit Programmen wie Macromedia’s “Soundedit” oder Digidesigns “Sound Tools” und “Sound Designer” war es z.B möglich Audio Samples für Sampling Keybords zu erstellen.

4.3 Pro Tools

1991 erschien das erste Pro Tools von Digidesign, das mit dedizierter Hardware zur gleichzeitigen Bearbeitung von bis zu vier Audiospuren ausgestattet war. Pro Tools war auch der Anstoß für viele Recordingstudios auf digitale Editing-Systeme umszusteigen. In dieser Zeit kamen auch hardwaregestützte DAWs für Windows und Mac von verschiedenen anderen Herstellern auf den Markt.

4.4 Cubase VST

1996 stellte Steinberg “Cubase VST” vor, das bis zu 32 digitale Audio-Spuren ohne Hilfe von externer DSP Hardware bearbeiten konnte. Das Interface war dem Prinzip eines analogen Mischpults mit externem Effekt-Rack nachempfunden und wurde schnell von anderen DAW Herstellern imitiert. Damals wurde auch das VST-Protokoll eingeführt, das sich für die Programmierung von Plugins quasi als Standard etablieren konnte.

4.5 MP3

Ein weiterer Meilenstein war das ab 1982 vom Frauenhofer Institut entwickelte MPEG-1 Audiolayer III (Mp3)-Format. Es basiert auf psychoakustischen Erkenntnissen und ist ein Kompressionsformat, das die Größe von Audiodateien enorm reduziere konnte. Geräte wie der iPod und das Aufkommen des Internets führten zu einer rasanten Verbreitung des MP3s. Da es in verlustbehaftetes Audiodatenkompressionsformat ist, kommt es nur als Endprodukt im Konsumerbereich zum Einsatz und hat in der Audiobearbeitung keinerlei Bedeutung.

ProTools HDX System
ProTools HDX System

Cubase SL Oberfläche
Cubase SL Oberfläche

Apple iPod
Apple iPod

5. Das moderne Homestudio


Nach diesem kurzen Ausflug in die Geschichte der Musikproduktion, hier noch eine kurzer Überblick über die Basiskomponenten eines modernen Homestudios:

5.1 Laptop/PC

Die Grundvoraussetzung für dein Homestudio ist ein Laptop, Standrechner oder auch Tablet mit genug Rechenpower, um mehrere Audiospuren und die darauf angewendeten Effekte gleichzeitig abspielen zu können. Grundausstattung sollten zumindest ein USB 2.0 Port, zum Anschluss eines günstigen Audio Interfaces, ein moderner Multicore-Prozessor und zumindest 4GB RAM sein, damit auch moderne VST-Instrumente und Plugins problemlos funktionieren.

5.2 Audiointerface/Soundkarte

Das nächste Element ist das Audiointerface oder auch einfach Soundkarte genannt. Es kann, je nach Anschlussmöglichkeit des Rechners, als USB 2.0/3.0, Firewire- oder Thunderbolt-Interface ausgelegt sein. Jede dieser Verbindungen hat gewisse Vor- und Nachteile, die ich aber in einem eigenen Beitrag näher beleuchten werde. In professionellen Tonstudios werden zum Teil auch PCIe Karten als Interfaces verwendet. Das Audiointerface sollte zumindest einen Mikrofoneingang mit Preamp und einen Instrumenteneingang besitzen, um für grundlegende Songwriting-Anforderungen gewappnet zu sein.

5.3 Mikrofon

Das Mikrofon ist der Schallwandler, der die Schwingungen der Luft, die ein Instrument oder eine Stimme erzeugt, in Elektrische-Spannung umwandelt. Achte darauf, dass dieses Element eine gewisse Qualität mitbringt. Das Credo “Gut=teuer” gilt in der heutigen Zeit zum Glück nur mehr bedingt und es gibt schon eine große Auswahl an erschwinglichen und qualitativ hochwertigen Mikrofonen.

5.4 Lautsprecher/Kopfhörer

Am anderen Ende der Kette muss diese Elektrische Spannung wieder in Luftschwingungen umgewandelt werden. Hierfür benutzt du entweder Lautsprecher, sogenannte Studio-Monitore, oder aber gute, ohrumschließende Studiokopfhörer (keine iPhone Kopfhörer). Um ein zufriedenstellendes Endprodukt zu bekommen, darfst du bei der Verwendung von Lautsprechern die Raumakustik nicht ausser Acht lassen. Bei Studio-Monitoren gilt ähnliches wie bei Mikrofonen – gute Monitore und Kopfhörer sind auch schon in niedrigen Preisregionen erhältlich.

5.5 Software

Was früher das Mischpult und Outboard-Equipment war ist heute die Software. Mit ihr definierst du den Sound deiner Aufnahmen und entwickelst deinen persönlichen Workflow.

5.5.1 DAW

Als erstes brauchst du eine DAW um die Spuren, die du aufnimmst später editiern und mischen zu können. Auf dem Markt gibt es schon eine große Anzahl an DAWs, die im Kern fast alle das gleiche können, wobei jede ihre gewissen Stärken und Schwächen hat.

5.5.1 Plugins

Jede DAW kommt mit einem Set an sogenannten Stock-Plugins, mit denen du eigentlich für alle Eventualitäten gerüstet bist. Es gibt aber auch eine große Anzahl an Drittanbietern, die Plugins für Spezialfälle herstellen oder Emulationen von Vintage Hardware anbieten. Mit solchen Plugins kannst du fast jede DAW erweitern und deinen eigener Produktionsstil weiter verfeinern.

5.5.2 Software-Instrumente

Für Songwriter und Produzenten sind sogenannte Software-Instrumente (Virtuelle-Instrumente) oft der Grundstein ihrere Produktionen. Sie basiern teilweise auf Samples (Drums, Klavier, Orchester) oder sind Emulationen vergangener Hardwaregeräte (Synthesizer, Drummachines). DAWs wie Cubase kommen meist mit einer kleinen Auswahl an Software-Instrumenten, damit du direkt mit dem Musikmachen loslegen kannst. Wie bei den Plugins gibt es auch hier eine große Menge an Drittanbieter-Software.

Nutze die Tools und mach Musik!


In unseren modernen Homestudios sind also die Erkenntnisse und Technologien der letzen 150 Jahre in einigen wenigen Geräten vereint. Diese machen das Komponieren und Produzieren von Musik so einfach wie nie zuvor und mit dem Wissen, woher diese Technik eigentlich kommt, kannst du deinen eigenen Horizont als Produzent und Musiker ungemein erweitern. Lass dich von vergessenen, oder dir bis jetzt unbekannten Anwendungsmöglichkeiten für bestimmte Plugins oder Effekte inspirieren und entwickle neue, kreative Ideen, wie du diese Tools anderweitig benutzen kannst. Sich mit der Musik der verscheidenen Epochen auseinanderzusetzen und für sich selbst Neues zu entdecken, ist oft auch schon eine mehr als zufriedenstellende Erfahrung.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Um den Umfang deiner eigenen DAW kennenzulernen, kannst du versuchen mit jedem beigelegten Software-Instrument einen Song zu schreiben. Du wirst dabei viele gute Sounds entdecken und nebenbei gleich deine Songwriting Fähigkeiten verfeinern.

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