Die Vorproduktion oder Pre-Production ist der Teil einer Musikproduktion, über den viele Musiker oft nicht recht Bescheid wissen. Dennoch ist die Vorproduktion einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einem gelungenem Endergebnis. Was ist eine Vorproduktion und warum solltest du bei deinem Projekt eine machen?

Hier ein kurzes Beispiel: Nachdem du im Proberaum einen tollen Song geschrieben hast, soll dieser natürlich der breiten Masse präsentiert werden. Zu diesem Zweck wird ein Tonstudio gebucht, um der Produktion einen Sound zu verpassen, der mit “den Großen” mithalten kann. Hier kommt die Vorproduktion ins Spiel. Die meisten Produzenten wollen eine grundlegende Idee davon haben, wie ein Song aufgebaut ist, welche Instrumente vorkommen, wie viele Stimmen enthalten sind und überhaupt, ob es ein Metal-, Pop- oder EDM-Track ist. Du kannst viel Zeit und Geld sparen, wenn du diese Details nicht erst ausdiskutieren musst, wenn die Studio-Uhr schon tickt.

Die Vorproduktion ist also eine einfache und schnelle Aufnahme deines Songs, die du entweder selbstständig oder mit Hilfe deines Produzenten im Proberaum oder Homestudio erstellst. Wie der Name schon vermuten lässt, passiert das ganze “vor” der eigentlichen Produktion. Sie ist in weiterer Folge als Vorlage für die eigentlichen Aufnahmen im Studio gedacht und soll einen grundlegenden Eindruck vom Vibe des Songs und den zu transportierenden Emotionen vermitteln. Eine Vorproduktion ist heutzutage leicht mit einem Laptop, einem Audio-Interface, einem preiswerten Mikrofon und eventuell ein paar VST-Instrumenten zu bewerkstelligen.

Aus Sicht des Produzenten ist es auch beruhigend zu wissen, dass du dich schon tiefgehender mit deiner Musik und der Instrumentierung beschäftigt hast und dir schon Gedanken darüber gemacht hast, wie das fertige Produkt circa klingen soll. Eine Vorproduktion ist also auch eine Versicherung gegen unangenehme Überraschungen, die im Studioalltag fast immer irgendwo lauern. Nimm dir die Zeit und versuche in einer Vorproduktion nach bestem Wissen eine „Recording-Blaupause“ zu erstellen, an der du dich im Studio orientieren kannst.

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Beitragsbild: Mike Pfaffenhuemer